Leichtathletik-Weltmeisterschaften

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften werden international als World Athletics Championship bezeichnet. Mit ihnen wird der Weltmeister jeder Disziplin de Leichtathletik ermittelt. Das fünftgrößte Sportereignis weltweit wird seit 1991 alle zwei Jahre vom Leichtathletik-Weltverband World Athletics veranstaltet. Seit 2004 wird zwischen der im freien stattfindenden Weltmeisterschaft alle zwei Jahre die Hallenweltmeisterschaft veranstaltet.

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2019

Im letzten Jahr fand die Leichtathletik-WM zum 17. Mal statt. Das Ereignis wurde von Ende September bis Anfang November in der katarischen Hauptstadt Doha ausgetragen. Unter den Bewerbern waren neben Doha auch Eugene und Barcelona. Insgesamt nahmen an der WM Athleten aus 214 Staaten teil.

Besonders hervorzuheben ist das Flüchtlingsteam und das Team der Authorised Neutral Athletes. Dieses Team besteht aus einigen russischen Sportlern, da der russische Leichtathletikverband nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen durfte.

Nach allen 49 Entscheidungen hatten die USA mit insgesamt 29 Medaillen die größte Ausbeute aller teilnehmenden Staaten. Auf Platz zwei und drei mit elf und zwölf Medaillen liegen Kenia und Jamaika. Die deutschen Athleten erkämpften sich zwei Gold- und vier Bronzemedaillen. Somit liegt Deutschland im Gesamtranking auf Platz acht. Um sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren mussten die Athleten die unterschiedlichen Qualifikationsnormen erreichen. Dies war vom September 2018 bis Mitte September 2019 möglich.

Kritik am Sportevent

Trotz des guten Ablaufs der WM 2019, zufriedenstellender Leistungen der Athleten und einer großen Anzahl an Besucher lassen sich auch einige Kritikpunkte an dem Event finden. Die komplette Weltmeisterschaft wurde von einem Korruptionsskandal überschattet. Dem Vorsitzenden des weltweiten Leichtathletik-Verbandes wurde vorgeworfen, innerhalb des Verbandes ein korruptes Netzwerk aufgebaut zu haben. Darüber hinaus soll es laut einer Menschenrechtsorganisation zu Menschenrechtsverletzungen während der Bauarbeiten für die Weltmeisterschaft in Katar gekommen sein. Auch andere NGOs berichteten von zahlreichen Todesfällen der meist aus Nepal oder Indien stammenden Gastarbeiter. Dazu kamen klimatische Probleme, die vor allem die Langstreckenläufer betrafen. Diese konnten aufgrund der heißen Temperaturen nicht ihre Bestleistung abrufen, ohne dabei ihre Gesundheit zu gefährden.