Berichte zum Schüler-Ländervergleichskampf am 15. Sep. 2001 in Nagold
LEICHTATHLETIK
Von Michael Stark (sb), Schwarzwälder Bote 19.9.2001
Ein deutscher Rekord als i-Tüpfelchen
Peter Ensslen blickt mit Genugtuung auf den Ländervergleich im Eugen-Breitling-Stadion
zurück
Für eine große Leichtathletikveranstaltung sind Organisationstalent und
viele Helfer nötig. Zum Erfolg müssen die Sportler ihr Teil beitragen.
"Bei uns hat alles gepasst", blickt Peter Ensslen, Abteilungsleiter
des VfL Nagold, auf den Schüler-Ländervergleich zwischen Bayern, Hessen und
Württemberg zurück.
"Das Größte war der deutsche Staffelrekord der Eltinger", freut
sich Peter Ensslen über die Bestleistung von Timo Stark, Stepan Malek, Thomas
Wohlrath und Steffen Richter, die in 44,17 Sekunden ihre Stadionrunde drehten.
Die Bestleistung des Eltinger Teams, in dem zwei Calwer (Timo Stark und Thomas
Wohlrath) vertreten sind, war für Peter Ensslen das i-Tüpfelchen des
Länderkampfes. Rund 40 Helfer waren bereit, den Tag im Eugen-Breitling-Stadion
zu verbringen Dazu kamen zehn Kampfrichter-Obleute. Dass es am Freitag und am
Sonntag geregnet hat und es .ausgerechnet am Samstag trocken war, wollen sich
die Verantwortlichen nicht auf die Fahne schreiben. "Man braucht auch ein
bisschen Glück", meint Peter Ensslen, der sich ein paar Zuschauer mehr
gewünscht hätte. Heike Essig aus Nagold, Schüler-Wettkampfwartin des WLV,
hatte auf der Suche nach einem Ausrichter mit Erfolg beim eigenen Verein
nachgefragt. "Es ist super gelaufen, die Organisation hätte nicht besser
sein können." Zum Abschluss ging es in die Stadthalle zur Siegerehrung.
Mit dem Programm war der Geschmack der Athleten getroffen. Radsportlerinnen des
RSV Öschelbronn gaben Kostproben, was mit dem Einrad machbar ist und wie
Kunstradfahren funktioniert.
LEICHTATHLETIK
Von Michael Stark (sb), Schwarzwälder Bote 17.9.2001
Die Nachwuchsathleten des Württembergischen Leichtathletikverbandes (WLV)
präsentierten sich beim Schülerländervergleichskampf in Nagold gegen die
Auswahlmannschaften aus Hessen und Bayern in bestechender Spätform.
Sowohl die Schüler als auch die Schülerinnen durften sich als Sieger feiern
lassen. Obendrein schaffte die Sprintstaffel über 4 x 100 Meter in 44,17
Sekunden einen neuen deutschen Rekord.
Spannend ging es, was den Länderkampf angeht, nur bei den Schülerinnen zu.
Nach zum Teil sehr spannenden Wettkämpfen durften sich die Württemberger über
exakt 100 Punkte in der Länderkampfwertung freuen, zehn mehr, als die Bayern
auf ihrem Konto hatten. Die Hessen wurden nur knapp geschlagen Dritte.
Bei den Schülern war die Sache eindeutig. Die Auswahl Württembergs lag mit
124,5 Punkten weit vor Bayern (75,5) und Hessen (74).
Für die Top-Leistung im Nagolder Eugen-Breiding-Stadion waren am Samstag die
Sprinter zuständig. Nachdem die Staffel des TSV Eltingen zuletzt sehr gute
Leistungen gezeigt hatte, hatten sich die Verantwortlichen entschlossen, die
komplette Vereinsstaffel auf die Bahn zu schicken. In der bewährten Besetzung
Timo Stark, Stepan Malek Thomas Wohlrath und Steffen Richter liefen die Jungs so
schnell wie nie und verbesserten, angetrieben von den Bayern, in 44,17 Sekunden
den deutschen Rekord. Die Konkurrenz aus dem Freistaat lief in 44,61 Sekunden
ins Ziel. Nicht ins Ziel kamen die Hessen, die damit zwei Wertungspunkte
verschenkt haben, die in der Endabrechnung um Platz zwei gefehlt haben.
Ehrenpreise für die beste Tagesleistung der Sportler aus Württemberg gingen an
Benedikt Bäuerle vom SV Oberderdingen, der den Speer 53,76 Meter weit warf und
damit einen neuen Landesrekord erzielt hat, sowie an Rebecca Zimmermann von der
TG Biberach, die im Hochsprung die Latte bei 1, 72 Meter überquerte und sich
den Sieg in dieser Disziplin sicherte. Auch im Hammerwerfen gab es einen neuen
Rekord für den Bereich des WLV. Zuständig dafür war Alexander Ziegler, dessen
Gerät bei 58,58 Metern einschlug.
Auch ohne die Eltinger Staffelläufer beherrschten die Württemberger Sprinter
das Geschehen über 100 Meter. Patrick Sihler gewann in einer Klassezeit von
11,58 Sekunden vor Noah Mbwile vom ASV Horb, für den 11,71 Sekunden gestoppt
wurden. Einen zweiten Platz gab es auch für Raimund Bose vom TV Sulz im
Kugelstoßen und Alexander Stocker von der LG Tuttlingen-Fridingen über 1000
Meter in 2:41,89 Minuten.
Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde Kugelstoßerin Christina Mußack vom TV
Oberhaugstett. Mit ihrer Siegweite von 13,74 Metern lag sie fast einen Meter vor
ihrer württembergischen Teamkameradin Caroline Chruscicki. Platz zwei erreichte
Michaela Zimmermann von der LG Tuttlingen-Fridingen in 2:21,02 Minuten über 800
Meter. Nicht in Bestform war Nora Mehl vom TSV Rottweil, die sich im Hochsprung
mehr als 1,56 Meter und Platz sechs ausgerechnet hatte.
Vorbericht zum Schüler-Ländervergleichskampf am 15. Sep. 2001 in Nagold
LEICHTATHLETIK
Von Michael Stark (sb), Schwarzwälder Bote 14.9.2001
Wenn sich am morgigen Samstag Nachwuchs-Leichtathleten aus Bayern, Hessen und Württemberg zum Länder-Vergleichskampf der Schüler im Nagolder
Eugen-Breitling-Stadion treffen, sind Spitzenleistungen bereits programmiert.
»Es ist eine Frage der Ehre, bei einem solchen Wettkampf dabei sein zu dürfen«, sagt Martin Wolf von der Leichtathletik-Abteilung des VfL Nagold. Er erwartet, dass die besten Schülerinnen und Schüler der drei Bundesländer für ein gutes Abschneiden ihres Teams alles tun werden.
Insgesamt werden 140 Athleten in Nagold erwartet, dass es nicht wesentlich mehr sind, liegt daran, dass sich die verbände aus Thüringen und Sachsen im Gegensatz zum vergangenen Jahr nicht entschlossen hatten, den Vergleichskampf zu besuchen. Zu den
Top-Athleten des Teams aus Württemberg zählt Noah Mbwile vom ASV Horb, der eine Bestzeit von 11,54 Sekunden über die Sprintstrecke von 100 Meter stehen
hat.
Heiße Kandidatin auf einen Einzelsieg ist auch Christina Mußack vom TV Oberhaugstett, die im Kugelstoßen am Werk ist. Dasselbe gilt für die
württembergische Meisterin im Hochsprung, Nora Mehl vom TSV Rottweil. Sie steht mit 1,66 Metern in den
Bestenlisten.
Der Länderkampf ist eine der Veranstaltungen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Württembergischen Leichtathletikverbandes (WLV). Da der Verband Probleme hatte, einen Ausrichter zu finden, hatte WLV-Schülerwettkampfwartin Heike Essig
eine Idee und schlug nach Rücksprache mit ihren Kameraden vom VfL, Nagold ihre Heimatstadt vor, was auch sofort auf positive Resonanz stieß. Schließlich sind die Nagolder Leichtathleten nicht nur im Kreis und im Bezirk für gute Organisation bekannt.
Los geht es mit den Wettkämpfen im Eugen-Breitling-Stadion um 11 Uhr. Offizieller Beginn der Veranstaltung ist um 10.30 Uhr mit dem Einmarsch der jungen Sportler. Die Siegerehrung für die einzelnen Disziplinen ist nachmittags im Stadion. Die Mannschaften erhalten ihre Pokale in einer feierlichen Veranstaltung ab
20.30 Uhr in der Stadthalle.