Nagolder Leichtathleten für ein Wochenende
in den Tiroler Bergen unterwegs.
In diesem Jahr zog es die Leichtathleten vom VfL Nagold in die
Tiroler Berge. Eine Gruppe von 11 Athleten und Betreuern machte sich am Freitag,
den 7. September 2001 auf den Weg nach Imst in Tirol. Nach kurzweiliger Fahrt
mit dem VfL-Bus, galt es zuerst einmal den steilen Anstieg zur 1650m hoch
gelegenen Latschenhütte in Angriff zu nehmen. Diese sollte für die nächsten
beiden Tage unser „Basislager" sein. Untergebracht im Matratzenlager ohne
Heizung, mit kristallklarem und ebenso kaltem Wasser, wurden sofort die
wärmenden Schlafsäcke in Betrieb genommen.
Nach einer kurzen, gesprächsreichen Nacht, klingelte früh
morgens um halb acht der Wecker. Jetzt wurde es ernst mit dem eiskalten Wasser.
Tröpfchenweise berührte es die müden Gesichter. Ein wahrlich vorbildliches
Verhalten, was das Wassersparen anging, wurde hier unter Beweis gestellt. Gut
gestärkt ging es nach dem Frühstück los. Der Plattigsteig war unser Ziel. Er
schlängelt sich an den Südhängen der Platteingipfel entlang. Öfters waren
Wasserbäche zu überqueren. Doch der Anstieg, an den Felsen entlang war sehr
sehenswert und abenteuerlich. Sich an den Seilen hochziehen und auf die
Kameraden Rücksicht nehmen war das A und O. Auf der hochgelegenen „Narren"-Wiese,
mit herrlicher Aussicht ins Tal, wurde das mitgenommene Vesper genüsslich
verspeist. Der steile Abstieg auf den nassen, aufgeweichten Wiesenwegen und den
Fichtenwald verlangte dann einiges Geschick von uns und strengte nochmals
mächtig an. So dass wir alle froh waren wieder an unserer Hütte angekommen zu
sein. Nach einer Stunde Aufenthalt wurde dann die zweite Etappe in Angriff
genommen. Mit einer kleineren aber sehr motivierten Gruppe, ging es hinauf zur
Muttekopfhütte auf 2000 m. Dort befindet sich der Einstieg zum Drischl-Steig.
Vorbei an einem Wasserfall beginnt dieser Weg, der direkt an den senkrechten
Felswänden des vorderen Alpjoches verläuft und nur geübten Wanderern
empfohlen wird. Zahlreiche Seilstrecken und Stufen waren zu bewältigen bis
schließlich das Drischl-Haus erreicht war. Von dort ging es auf einer Wiese
mühsam zwischen Matsch, Gestein und Schafskot hindurch, hinauf zum vorderen
Alpjoch auf 2100m. Klar dass wir uns ins Gipfelbuch eingetragen haben.
Überglücklich kehrte die Mannschaft nach 3 stündiger Tour zurück ins
Quartier, wo bereits eine große Pfanne Tiroler-Kässpätzle auf uns alle
wartete.
In der Nacht sank die Schneefallgrenze bis dicht an die
Hütte heran aber am Sonntagmorgen strahlte die Sonne und der blaue Himmel gab
die umliegenden, nun schneebedeckten, Gipfel frei. Ein traumhaftes Bergpanorama
bot sich uns beim Abstieg als wir fröhlich singend den Berg hinab trotteten.
Wir werden diese Freizeit mit Sicherheit in guter Erinnerung behalten.
Möglich wurde dies alles durch den großen Einsatz von Joachim Stahr, der uns
auch in den Bergen führte; sowie von Jutta und Martin Wolf, denen wir hier
recht herzlich Dank sagen möchten.